Back to Dillschde! (05.09.2009 bis 06.09.2009 und Juli 2010)
Poitu varren India und Willkommen Deutschland!
Doch zuvor habe ich meinen Freund Ajeet noch am Flughafen getroffen. Zum Abschied aus Indien wurde mir noch einmal bewusst wie groß die Bedeutung von Familie und Freunden in Indien ist. Mein Flug startete am Sonntag, den 06. September 2009, Nachts um 1.45 Uhr. Ajeet hatte jedoch gedacht, dass ich erst am Montag fliege. Als wir dann gegen 18 Uhr am 05.09. telefonierten, klärte sich das Missverständnis auf. Ajeet zögerte keinen Moment und setzte sich in einen Zug, der regulär zwei Stunden bis zum Flughafen braucht. So hatten wir dann 45min, um uns von einander zu verabschieden. Unglaublich wie selbstverständlich er diese Fahrt für mich auf sich genommen hat.
Nun das war aber noch nicht alles. Als ich dann einchecken wollte gab es probleme mit meinem Gepäck! Nein, keine Bombe! Aber 17kg übergepäck! 5min bevor das Gate schloss hatte ich dann das notwendige Gewicht. Somit musste ich keine 435€ für Übergepäck berappen.
Jetzt ging es aber ab in den Flieger und zurück nach Hause! Etwas war mir ja schon mulmig, wie mich meine Heimat wieder aufnehmen würde. Marina hat in Leh noch zu mir gesagt: "Deine Familie nimmt Dich mit offenen Armen wieder auf! Sie sind sich sicher, dass Du dich verändert hast und Sie werden es akzeptieren, wie Du jetzt bist." So konnte es ja nur gut werden, vor allem wenn man nur mit Mama und Michael rechnet...
Doch wi man hier sieht empfing mich ein ganzes Kommitee aus Dillstein, Göbrichen und Pforzheim. Meine Eltern: Inge und Werner. Meine Verwandten: Brigitte und Rolf, Katrin und Thomas. Und mein Freund: Oli.
Mit Spannung auf beiden Seiten wurde das Wiedersehen erwartet.
Mutter und Sohn wiedervereint.
Das Wiedersehen wurde mit einem großen Frühstück im Restaurant gefeiert. Hinten von links: Oli, Thomas, Lars und Sören. Vorne von links: Christina, Michael, Katrin, ich, Mama Inge, Onkel Rolf, Oma Mathilde, Tante Brigitte und Papa Werner.
Und so wurde ich zu Hause empfangen. Vor der Haustüre.
Meine Freunde Ihsan, Carolin und Mathis habe mein Zimmer noch geschmückt. Natürlich wurde ich im Dialekt begrüßt.
Außerdem kamen sie am Mittag nach einer Kanutour bei mir vorbei.
Ein Jahr später, zu meinem 28. Geburtstag, hab ich dann meine "Willkommens-Party" gefeiert.
Samson den Ihr nun alles kenn, hat extra zu meinem Geburtstag ein Paket, s. o., geschickt. Wieder etwas ganz wunderbares aus Indien, das die Mentalität so gut wiederspiegelt!
Mit meiner Oma habe ich indische Leckereien, wie Laddu, Naan, Wadey und verschiedene Reita geacht. Hier ist Oma Mathilde beim rösten von Grieß für die Laddu-Kugeln.
Hier werden die Naan-Fladenbrote mit Butter, Salz und Kümmel vollendet.
Eine prägende und unvergessliche Zeit ist vorerst vorbei. Die Eindrücke haben mich verändert. Die Erfahrungen waren und sind prägend. Ein Ziel für die Zukunft ist gefunden. Ich bin mir sicher die Reise geht weiter und ist noch nicht zu Ende.
Vielen Dank an wirklich alle die mich in dieser Zeit begleitet haben und mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden sind. Das was Ihr mir gegeben hab kann man nicht in Worte fassen!
Poitu vaa!
Euer Matthias
Montag, Januar 03, 2011 | Kategorie: Aktivitaeten, special thx | 0 Comments
Say goodbye to my friends in the Chennai office!
Meine Freude,
der große Wunsch Indien einmal im Uhrzeigersinn, das bringt Glück, zu bereisen hat sich für mich erfüllt! Aber nun heißt es Abschiednehmen von meinen Kollegen im Office. Gerne war ich in Indien und habe über sechs Monate versucht Land und Leute kennenzulernen. Am Ende ist die Skepsis der Faszination für dieses Land gewichen und ich habe viele neue Freunde gewonnen. Man darf nicht zimperlich sein, wenn man hier ankommen will! "Erwarte nichts und lass dich überraschen!" hat mir Marina vor meiner Reise nach Indien empfohlen. Ich sage heute zwei Dinge: 1. Man liebt Indien oder man hasst es! Dazwischen gibt es nichts! 2. Erwarte nichts und gewinne alles! Wenn man sich auf Land und Leute einlässt, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus!

Den 2h-Flug von 1360km habe ich gut überstanden. Es heißt nun Kofferpacken!
Lineesh und ich.
Ich möchte mich ganz herzlich bei Euch allen im Office bedanken! Ihr hab mich in Eurer Mitte aufgenommen, als ob Ihr mich schon ewig kennen würdet! Vielen Dank dafür! Außerdem habt Ihr mir durch viele Gespräche und Mittagessen Euer Land mit Euerem Blick gezeigt, was mir sehr viel Freude bereitet hat! Wir sehen uns wieder, bis dahin wünsche Ich Euch ales Gute, Gesundheit Reichtum und Glück!
Poitu vaa! (Auf Wiedersehen!)
Montag, Januar 03, 2011 | Kategorie: Aktivitaeten, special thx | 0 Comments
Metting up Moumita! (04.09.2009)
Hey liebe Leser,
nun haben wir es fasst geschaft! Doch bevor wir zurück nach Chennai fliegen besuche ich noch kurz Moumita, um ihr "Auf Wiedersehen!" zu sagen. Geschlemmt wurde natürlich auch!
..., um uns dann bei einem Eis die neuesten Neuigkeiten zu erzählen.
Vielen Dank Moumita für deine Hilfe und einen unbeschreiblichen Einblick in die indische Seele und Gedankenwelt! Ich werde unsere Freundschaft in Ehren halten und pflegen, bis wir uns wieder sehen - da bin ich mir sicher!
Montag, Januar 03, 2011 | Kategorie: Aktivitaeten, special thx | 0 Comments
Von Varanasi nach Kolkata! (03.09.2009 bis 04.09.2009)
Liebe Reisegruppe,
der letzte Halt heißt Kolkata auf unserer Reise, bevor es wieder nach Chennai geht! Hier sind wir aber nur zur Stippvisite. Über nacht brachte mich der Varanasi-Howrah-Vibhuti Express nach Kolkata.

Für die 630km benötigte der Zug etwa 15h.
Doch was soll ich sagen?! Die Landschaft...!!!
Montag, Januar 03, 2011 | Kategorie: Aktivitaeten | 0 Comments
Die heiligste Stadt der Hindus oder konzentriertes Indien!
Hallo liebe Reisende!
Nur wenige Orte in Indien sind so spirituell, prachtvoll und charismatisch wie die Badeghats von Varanasi. In Shivas Stadt säumen diese Ghats die Ufer des Ganges und zählen zu den heiligsten Stätten des Subkontinents. Pilger kommen um ihre Sünden ihres Lebens wegzuwaschen oder verstorbene Angehörige zu verbrennen. Varanasi bezeichnete man früher als Benares und Kashi, also die Stadt des Lebens. Der heutige Name ist von dem Zusammenfluss des Varuna und des Assi abgeleitet. Schon immer war es erstrebenswert hier zu sterben, denn nach hinduistischer Ansicht bedeutet dies moksha, die Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburt. In Varanasi schlägt das Herz des Hindu-Universums. Durch dieses Geflecht aus realer und spiritueller Welt fließt der Ganges als Fluss der Erlösung. Die Fluten des Ganges sind ein ewiges Symbol der Hoffnung für vergangene, gegenwärtige und zukünftige Generationen. In dieser märchenhafte, aber manchmal auch überwältigenden Stadt finden an den berühmten Ghats ganz persönliche Rituale des Lebens und des Todes in aller Öffentlichkeit statt. Der Reiz liegt darin, eine uralte Kultur, deren Religion und Bräuche hautnah zu erleben. Der Spaziergang an den Ghats und eine Bootsfahrt auf dem Ganges am Morgen ist durch nichts zu ersetzen.
Hansjörg hat mir das schöne Hotel Tempel an Ganges wärmstens empfohlen und er hatte recht! Es liegt direkt am Ganges und ist nicht weit vom südlichsten Ghat entfernt.
Der fabelhafte Blick über den Ganges vom Dach des Hotel Tempel on Ganges.
Die Wasserbüffel dürfen natürlich bei Badeghats nicht fehlen.
Auch hier gibt es Obst im Überfluss.
Die Stromversorgung hat hier wohl ein Eigenlebenentwickelt.
Der Durga Tempel wurde im 18. Jh. von einer bengalischen Maharani erbaut und mit Ocker rot gefärbt. Das Gebäude ist im nordindischen Nagara-Stil ist Durga geweiht. Der Turm, sikhara, ist mehrfach gestuft.
Der Tulsi Manas Tempel, von 1964, ist im sikhara-Stil erbaut. In die Marmorwände sind Verse und Szenen aus dem Ram Charit Manas graviert. Dies ist die indische Entsprechung des Ramayanas. Tulsi Das, der Dichter dieses Werkes, lebte hier während er das Gedicht verfasste.
Diese beiden Burschen haben mir dieses Kleinod gezeigt und war natürlich überaus stolz darauf.
Das Straßenleben unweit der Ghats.
Der Assi Ghat mit den Bootsanlegestellen. Die Bretterrahmen sind für eine kurze Rast gedacht oder es Halten sich Gurus unter Sonnenschirmen mit ihren Anhänger darauf auf.
Zu einem Ghat gehört auch immer ein Gebäude. In diesem Gebäude halten sich Gurus und Erleuchtete auf. Hier der Gangamahal Ghat.
Hier führen Gläubige heilige Waschungen durch, neben an wird Wäsche gewaschen und am dritten Ghat werden die Wasserbüffel ins Wasser getrieben.
Der kleine Burning-Ghat, der Harishchandra Ghat.
So kann es in einem der Häuser hinter den Ghats aussehen. Bilder, Büsten und Statuen von Gottheiten werden hier verehrt.
Schön schrill!
Imposante Ghats.
Hier wird die Wäsche getrocknet.
Die Menschen, die nicht so viel haben sind am nettesten...
Der Rani Ghat.
Die Eisenbahnbrücke über den Ganges Richtung Kolkata.
In der Straße hinter den Ghats tobt das pure indische Leben. Hier gibt es keine englischen Schilder und die Polizisten verstehen diese Sprache auch nicht unbedingt.
Herrlich dieses Gewusel auf den Straßen und in den engen Gassen.
Der Bharat Mata Tempel ist derf Mutter Indien gewidmet. dieser Tempel wurde 1918 erbaut. Im Inneren ziert ihn ein Marmorrelief in Form einer Karte des indischen Subkontinenten.
Am Abend konnte ich in Mitten hunderter Menschen einer wunderschönen Puja und ganga-aarti am Ganges beiwohnen. Die Zeremonie bestand aus Feuer und Tanz und fand am Dasaswamedh Ghat statt.
Am Mittwochmorgen, den 02.09.2009, begabt ich mich zum Sonnenaufgang auf eine Bootsfahrt auf dem Ganges. Hier konnte ich die Morgenstimmung dieser heiligen Stadt in mich aufsaugen, sagenhaft.
Mein Bootsführer.
Wie ihr sehen könnte, ergaben sich so nochmals neue Blickwinkel und Aussichten auf die Ghats.
An diesem Ghat fand gestern die Puja statt. Dies ist wohl der beliebtest Ghat, der Dasaswamedh Ghat. Der lebendigste und farbenprächtigste Gaht zeugt davon, dass Brahma (medh) hier einst zehn (das) Pferde (aswa) geopfert hat. Hier kann man zwischen Bootsbesitzern, Blumenverkäufern und Schlepper, die einen in Seidenläden lotsen wollen, gut die Menschen beobachten und die Atmosphäre dieses Ortes in sich aufnehmen.
Ein tibetischer Ghat.
Herrlich!
Ein Teil des Burning Ghat oder Manikarnika Ghat. Hier werden die verstorbenen dem Feuer übergeben. Ausgestoßene, die doms, tragen die Toten durch die Gassen der Altstadt auf einer Bahre zum heiligen Ganges. Vor der eigentlichen Verbrennung wird der Leichnam in den Fluss getaucht. Am höchsten Punkt des Ghats steht bereits ein riesiger Scheiterhaufen. Rechts im Anschluss an das Bild konnte man die Verbrennungen beobachten, jedoch habe ich auf ein Foto dieser Zeremonien verzichtet.
Ein gläubiger bei der heiligen Waschungszeremonie.
Auch andere Reisende haben sich ein boot gemietet.
Eine weitere Wäscherei mit ihrem großen Trockner.
Auch Ganesha ist ein Ghat geweiht.
Und wieder hatte der Varanasi-Insider Hansjörg recht! Unweit von meinem Hotel war eine Pizzeria idyllisch a Ganges-Ufer gelegen. Hie gibt es die mit Abstand beste Pizza Indiens! Das hört sich jetzt vielleicht etwas schräg an: "Pizza in Indien???", aber in Deutschland essen wir ja auch nicht immer nur Kassler mit Sauerkraut ;-)!
Montag, Januar 03, 2011 | Kategorie: Aktivitaeten | 0 Comments
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